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Amok

Amok Aleksander Kaplun Magdalena Glas

Amok / ein Gemeinschaftsprojekt von Magdalena Glas und Aleksander Kaplun / Ausstellungsbeteiligung bei Sprachquellen/Bildflüsse/Textmeere im Salzburger Stefan Zweig Center

Die Geschichte Stefan Zweigs aus einem Buch gepflückt, Der Amokläufer, Wort für Wort wiedergegeben; umgeformt zu einem neuen dreidimensionalen Gebilde, welches sich durch den Raum windet und schlängelt, verworren wie die Handlung selbst. Zwei Handschriften in zwei Sprachen, die Worte wie ein flirrendes ornamentales Muster über Papier tanzen lassen; Buchstaben, die nicht gelesen werden wollen.

Ein Versuch, dem harmonischen Chaos in Zweigs Geschichten, den spannenden Verwicklungen seiner Erzählungen sowie der Vielseitigkeit und Gewandtheit seiner Sprache ein Denkmal zu setzen.

Amok Kaplun Glas

Weitere Fotos der Arbeit und nähere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

wissenschaftliche Dichtung

Wissenschaftliche Dichtung

Unter dem Titel „Wissenschaftliche Dichtung“ entstanden vier großformatige Tuschezeichnungen von Magdalena Glas und Aleksander Kaplun. Gearbeitet wurde immer gleichzeitig an einem Bild mit Zeichenfedern und Pinsel, in gewissen Zeitabständen wurden immer wieder Plätze getauscht. Zwei komplett unterschiedliche Handschriften überlagerten sich und verschmolzen ineinander, entwickelten eine eigene Ausdruckskraft. Ein zeichnerisches Experiment, der Bildträger Papier wurde an seine Grenzen gebracht.

Es geht um Marie Curie, Weltraummüll, Schattenseiten.

Die Arbeiten wurden im HOHA Linz gemalt, präsentiert und ausgestellt.

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Wissenschaftliche-Dichtung-Glas Kaplun
wissenschaftliche-Dichtung3 Glas Kaplun

„…na schön, zum Kuckuck mit der Vernunft, offenbar beißt sich sogar der Teufel die Zähne daran aus. Doch konkret zum Besuch, was halten Sie von dem Besuch?“

„Also meinetwegen“, erwiderte Pillman, „stellen Sie sich ein Picknick vor…“

Nunnan zuckte zusammen.

„Was sagen Sie da?“

„Ein Picknick. Stellen Sie sich einen Wald vor, einen kleinen Pfad, eine Wiese. Vom Pfad biegt ein Auto zur Wiese ab, ein paar Burschen und Mädchen steigen aus, beladen mit Flaschen, Proviant, Kofferradios, Fotoapparaten… Sie zünden ein Lagerfeuer an, bauen Zelte auf, spielen Musik. Am nächsten Morgen fahren sie wieder ab. Die Tiere, Vögel und Insekten, die voller Furcht das nächtliche Treiben beobachteten, wagen sich aus ihren Verstecken hervor. Was aber entdecken sie? Auf der Wiese stehen Lachen von Kühlwasser und Benzin, kaputte Zündkerzen, und ausgewechselte Ölfilter liegen herum. Alles mögliche Zeug ist verstreut – durchgebrannte Glühbirnen, ein Zündschlüssel, den jemand verloren hat. Die Autoreifen haben Schlammreste hinterlassen, die von irgendeinem Sumpfgebiet stammen. Nun ja, und dann natürlich die Überreste des Lagerfeuers, abgeknabberte Apfelgriebse, Bonbonpapier, Konservendosen, leere Flaschen, ein Taschentuch vielleicht und ein Federmesser, Fetzen von Zeitungspapier, Geldmünzen, verwelkte Blumen, die auf einer anderen Wiese gepflückt wurden…“

„Ich hab` verstanden“ sagte Nunnan, „ein Picknick am Wegesrand gewissermaßen.“

aus Picknick am Wegesrand, von A. und B. Strugatzki, Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1981, Seite 131-132

Ausstellungsansicht-1 Glas Kaplun
Ausstellunsansicht-2 Glas Kaplun


Marie Curie is Science

Marie Curie is drinking tea

Marie Curie is transformed into reality
Marie-CurieGlas Kaplun


/// see our „Roadside Picnic“ hanging in Dokapi!!

/// listen to our top secret Marie Curie Soundtrack 

Fotos: Julian Besch